Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum entfacht Protestwelle gegen Rechtsextremismus
Gabriel HethurNach Angriff auf Kulturzentrum - Saalfeld äußert sich - Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum entfacht Protestwelle gegen Rechtsextremismus
Ein Brandanschlag auf ein alternatives Kulturzentrum in Saalfeld hat in der Stadt Empörung ausgelöst. Die Polizei ermittelt nun gegen drei junge Männer im Alter zwischen 15 und 19 Jahren im Zusammenhang mit dem Vorfall. Der versuchte Brandstiftungsanschlag, der Mitte Januar verübt wurde, richtete Sachschaden an, löste jedoch kein größeres Feuer aus.
Bei dem Angriff wurde ein Molotow-Cocktail gegen das Gebäude geworfen, wodurch die Fassade beschädigt wurde. Obwohl das Brandgerät nicht vollständig zündete, stuften die Behörden die Tat als versuchten Brandstiftungsanschlag und politisch motivierte Sachbeschädigung ein. Berichten vom 24. Januar 2026 zufolge sollen dieselben Personen auch für Hakenkreuz-Schmierereien in der Umgebung verantwortlich sein.
Als Reaktion versammelten sich rund 600 Menschen zu einem friedlichen Protestmarsch durch Saalfeld. Die Demonstrantinnen und Demonstranten trugen Transparente mit dem Slogan „Ihr legt Brände – wir stehen zusammen. Stoppt den rechtsextremen Terror.“ Die Kundgebung sollte den Anschlag verurteilen und Solidarität gegen rechtsextreme Gewalt zeigen.
Die drei Tatverdächtigen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft, allerdings wurden weder Namen noch weitere Details bekannt gegeben. Der Protest der Gemeinschaft unterstrich die breite Ablehnung des Anschlags und ähnlicher extremistischer Taten. Die Behörden untersuchen den Fall im Rahmen ihrer Bemühungen, politisch motivierte Straftaten zu bekämpfen.






