Borna feiert 37. Zwiebellauf: Tradition mit Humor und Bewegung statt Medaillen
Gabriel HethurBorna feiert 37. Zwiebellauf: Tradition mit Humor und Bewegung statt Medaillen
Der 37. Zwiebellauf in Borna: Tradition mit Humor und Bewegung
Am 3. Oktober fand in Borna der 37. Zwiebellauf statt – ein Event, das über 1.300 Teilnehmer anzog. Anders als bei klassischen Rennen stand hier nicht die Geschwindigkeit, sondern der Spaß im Vordergrund: Für jede gelaufene 400-Meter-Runde gab es eine kostenlose Zwiebel als Belohnung. Bis zum Abend wurden so mehr als eine Tonne Zwiebeln verteilt.
Die skurrile Tradition geht auf eine Idee von Herrn Fuchs vor 37 Jahren zurück, der Läufer für jede Runde mit einer Zwiebel belohnen wollte. Offizielle Aufzeichnungen über die Ursprünge des Laufs oder den Bezug zu Fuchs gibt es zwar nicht, doch Einheimische führen die Idee auf mündlich überlieferte sächsische Bräuche des 19. Jahrhunderts zurück.
Mittlerweile ist der Zwiebellauf ein beliebtes jährliches Treffen, das Stammgäste scherzhaft als "Oma-Opa-Tag" bezeichnen. Einige Teilnehmer wie Wolfgang Nadler aus Delitzsch bringen jahrzehntelange Lauferfahrung mit – er hat den Rennsteiglauf bereits 50 Mal absolviert. Andere, wie der Hobbyathlet Max Tomisch, stellen sich ungewöhnlichen Herausforderungen: Tomisch lief diesmal barfuß, um sich selbst zu testen.
Hinter den Kulissen trägt die Gemeinschaft den Event: Sponsoren und Ehrenamtliche, darunter die Freiwillige Feuerwehr Borna, organisieren den Tag und sorgen dafür, dass er ein lockeres Fest der Bewegung und Tradition bleibt.
In diesem Jahr sammelten Läufer jeden Alters Zwiebeln statt Medaillen. Die Mischung aus Humor, Geschichte und lokalem Geist macht den Zwiebellauf zu einem Höhepunkt im Bornaer Kalender. Mit über einer Tonne verteilter Zwiebeln zeigt die Tradition keine Anzeichen von Ermüdung – im Gegenteil.
