Birte Brüggemann verlässt Werder Bremen vor dem Champions-League-Viertelfinale

Gesa Eigenwillig
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Eine Gruppe von Frauen in Fußballtrikots, die auf einem von Bäumen umgebenen Feld spielen, mit Bannern im Hintergrund und einem Netz im Vordergrund.Gesa Eigenwillig

Nach 19 Jahren: Fußball-Chefin von Werder verlässt den Verein - Birte Brüggemann verlässt Werder Bremen vor dem Champions-League-Viertelfinale

Birte Brüggemann wird Mitte März ihr Amt als Leiterin der Frauenfußballabteilung von Werder Bremen aufgeben. Ihr Abschied fällt kurz vor dem Champions League-Viertelfinale der Mannschaft gegen SGS Essen. Unter ihrer Führung stieg der Verein von der Regionalliga bis auf den sechsten Platz in der Bundesliga auf.

Brüggemann übernahm 2007 bei der Gründung die Verantwortung für die Frauenmannschaft von Werder Bremen. Seitdem verzeichnete das Team stetige Fortschritte: In der Saison 2013/14 gelang der Aufstieg in die Champions League, und nur drei Jahre später erreichte die Mannschaft das Viertelfinale der UEFA Women's Champions League – als erster ostdeutscher Klub seit 2009.

Mehrfach qualifizierte sich das Team für die Champions League, zuletzt in der Spielzeit 2022/23. In dieser Saison zog Werder erstmals in die K.-o.-Phase ein und erreichte das Achtelfinale. Im vergangenen Jahr stand die Mannschaft zudem zum ersten Mal im Finale des DFB-Pokals.

Brüggemann bezeichnete ihre 17 Jahre beim Verein als eine "Herzensangelegenheit", geprägt von Erfolgen. Kürzlich hatte sie in Gesprächen über die Zukunft der Abteilung den Wunsch nach Veränderung geäußert. Clemens Fritz, Werder Bremens Fußball-Geschäftsführer, bestätigte, dass strategische Neuausrichtungen zur Entscheidung beigetragen hätten. Brüggemann ist nun überzeugt, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Verantwortung an eine neue Generation zu übergeben.

Ihr Abschied hinterlässt ein Erbe des Wachstums – vom Regionalfußball bis zum europäischen Wettbewerb. Der Klub steht nun vor einem neuen Kapitel ohne ihre Führung. Das Champions League-Duell gegen SGS Essen wird eine der ersten großen Prüfungen nach ihrem Rückzug sein.