05 June 2026, 18:19

Betrügerische Briefe fordern Geld von Balkon-Solaranlagen-Besitzern in Deutschland

Strafzahlung für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrügerische Briefe fordern Geld von Balkon-Solaranlagen-Besitzern in Deutschland

Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ in Deutschland werden mit betrügerischen Schreiben unter Druck gesetzt. Die gefälschten Briefe geben vor, vom Bundesnetzagentur zu stammen, und fordern eine sofortige Registrierung der Anlagen sowie die Zahlung von Bußgeldern. Die Behörden haben nun eine Warnung vor dem Betrug herausgegeben, um weitere Täuschungsversuche zu verhindern.

In den gefälschten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Balkonanlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Sie fordern ein Bußgeld in Höhe von 41,60 Euro und drohen mit einer „vollen Strafe“ von 208 Euro, falls die Summe nicht innerhalb von 14 Tagen beglichen wird. Die Betrüger nutzen echte gesetzliche Vorgaben aus, um bei den Empfängern ein Gefühl von Dringlichkeit und Angst zu erzeugen.

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Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müssen Betreiber von Balkon-Solaranlagen ihre Systeme zwar tatsächlich innerhalb eines Monats nach der Installation registrieren und jährlich Zählerstände melden, um eine Einspeisevergütung zu erhalten. Doch die gefälschten Schreiben enthalten auffällige Ungereimtheiten, etwa falsche Absenderadressen und Telefonnummern.

Die Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass es sich bei diesen Schreiben um Fälschungen handelt. Sie rät den Empfängern, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Zwar können bei unterlassener Registrierung tatsächlich Bußgelder fällig werden – die betrügerischen Briefe zielen jedoch darauf ab, Menschen zu unnötigen Zahlungen zu verleiten.

Mit der Warnung will die Bundesnetzagentur Besitzer von Solaranlagen vor finanziellen Verlusten schützen. Empfänger verdächtiger Schreiben sollten die Absenderangaben überprüfen und sich im Zweifel an die Behörden wenden. Durch die Meldung solcher Betrugsversuche kann verhindert werden, dass weitere Nutzer erneuerbarer Energien Opfer ähnlicher Maschen werden.

Quelle