14 April 2026, 20:25

Berliner Protest-Rave kämpft um das RAW-Gelände gegen Wohnungsbaupläne

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude auf dem Boden während einer Demonstration in Berlin, einige tragen Masken, mit verstreuten Taschen und Gegenständen, unter einem klaren blauen Himmel und umgeben von Bäumen.

Berliner Protest-Rave kämpft um das RAW-Gelände gegen Wohnungsbaupläne

Protest-Rave am Samstag in Berlin: RAW-Gelände soll vor Umwandlung in Wohnraum gerettet werden

Dieser Samstag steht in Berlin im Zeichen eines Protest-Raves, der das RAW-Gelände vor einer Umwandlung in Wohnraum bewahren soll. Mehrere Clubs, darunter Crack Bellmer und Cassiopeia, stehen nun vor der Schließung, nachdem der Grundstückseigentümer ihre Betriebserlaubnisse widerrufen hat. Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne, die kulturellen Einrichtungen durch Wohnungen zu ersetzen – und das trotz eines bestehenden Baustopps.

Das RAW-Gelände befindet sich seit 2015 im Besitz der Familie Kurth. Kürzlich verweigerte das Unternehmen die Verlängerung der kurzfristigen Mietverträge für mehrere Clubs und Veranstaltungsorte. Stattdessen trieb es die Pläne für den Wohnungsbau voran, obwohl die aktuellen Vorschriften Neubauten untersagen.

Zudem hat Kurth eine inoffizielle Frist bis Ende dieses Monats gesetzt. Das Unternehmen fordert Lösungen in den Bereichen Brandschutz, Lärmschutz und Aufsicht, bevor es weitergeht. Gleichzeitig haben Meinungsverschiedenheiten darüber, wie schnell die Umgestaltung erfolgen soll, zu Verzögerungen und steigenden Spannungen geführt.

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Die Clubbetreiber, die sich dem Druck nicht beugen wollen, fordern nun eine klare und endgültige Regelung. Ihre Frustration und Sorge werden im Mittelpunkt der Demonstration am Samstag stehen. Die Proteste erhalten Unterstützung von SPD, Grünen und der Linken.

Ein vorgeschlagener Kompromissvorschlag sieht vor, dass Kurth das Gelände bebauen darf – allerdings nur unter der Bedingung, dass für mindestens 30 Jahre Flächen für soziokulturelle Einrichtungen garantiert werden. Da die Genehmigungen jedoch bereits entzogen wurden, arbeiten die Clubs derzeit ohne rechtliche Grundlage.

Ziel des Protests ist es, die kulturelle Szene auf dem RAW-Gelände vor einer dauerhaften Schließung zu schützen. Ohne erneuerte Genehmigungen oder eine neue Vereinbarung droht den Clubs der Verlust ihrer Räumlichkeiten noch vor Monatsende. Der Ausgang der Veranstaltung am Samstag könnte entscheiden, ob die Veranstaltungsorte überleben – oder Platz für Wohnungen machen müssen.

Quelle