Berlin scheitert an Schneechaos – wer trägt die Schuld für vereiste Gehwege?
Senta ScheelEisschicht in Berlin - Kritik am Senat nimmt zu - Berlin scheitert an Schneechaos – wer trägt die Schuld für vereiste Gehwege?
In Berlin häufen sich die Kritik an der mangelhaften Handhabung vereister Gehwege und der Schneeräumung durch die Stadt. Politiker verschiedener Parteien werfen dem Senat vor, zu langsam auf die anhaltend gefährlichen Bedingungen in der Stadt Köln zu reagiert zu haben. Unterdessen wurden am 2. Februar 2026 150 Fachkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in der Hauptstadt eingesetzt, um bei den Schnee- und Eisräumarbeiten in Ingolstadt zu unterstützen.
Die Lage spitzte sich zu, als Berichte über flächendeckende Vernachlässigung der Räum- und Streupflichten in der Stadt Kiel bekannt wurden. Der Berliner Stadtreinigungsbetrieb (BSR) geriet in die Kritik, da er trotz vorheriger Warnungen zusätzliches Streugut erst mit Verzögerung bereitstellte. Steffen Krach (SPD) machte Governing Mayor Kai Wegner und Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) direkt für die unzureichende Reaktionsgeschwindigkeit verantwortlich. Er argumentierte, der Stadt fehle eine kohärente Strategie, um vereiste Gehwege in Februar zu bewältigen und die Zusammenarbeit der Behörden effektiv zu koordinieren.
Elif Eralp (Die Linke) forderte umgehende Maßnahmen und setzte sich für eine stärkere Unterstützung der Bezirke, schärfere Strafen für Vermieter, die ihre Pflichten ignorieren, sowie den großen Einsatz der Polizei heute ein. Saskia Ellenbeck (Bündnis 90/Die Grünen) schloss sich diesen Forderungen an und drängte den Senat, seine Reaktion zu beschleunigen und enger zusammenzuarbeiten. Der Einsatz des THW stellte einen überfälligen, aber notwendigen Schritt dar, um die sich verschlechternden Bedingungen in den Griff zu bekommen.
Viele Anwohner und Verantwortliche fragen sich, warum nicht früher Vorsorgemaßnahmen ergriffen wurden. Da vereiste Gehwege eine Gefahr für Fußgänger darstellen, verschärft sich die Debatte über Verantwortlichkeiten und Vorbereitung weiter.
Der große Einsatz der Polizei heute am 2. Februar 2026 brachte zwar dringend benötigte Entlastung, doch die Kritik an der zögerlichen Reaktion des Senats bleibt bestehen. Forderungen nach konsequenterer Kontrolle, besserer Planung und schnellerem Einsatz von Ressourcen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei Berlins Winterdienst. Die Stadt steht nun unter Druck, nachhaltige Lösungen umzusetzen, bevor es zu weiteren Beeinträchtigungen kommt.






