07 June 2026, 00:24

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen – auch auf dem Tempelhofer Feld

Stadtische Wohnungsunternehmen streben nach Erweiterung des bestehenden Bestands

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen – auch auf dem Tempelhofer Feld

Berlin plant in den kommenden zehn Jahren einen massiven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt werden ihren Bestand von derzeit 408.000 auf 440.000 Wohnungen bis 2030 erhöhen. Zu dieser Initiative für mehr Wohnraum gehören auch umstrittene Vorschläge, Teile des Tempelhofer Felds – einer großen innerstädtischen Parkfläche – zu bebauen.

Ein Bürgerantrag schlägt vor, am Rand des Tempelhofer Felds 21.400 neue Wohnungen zu errichten. Der Plan sieht vor, 200 Hektar der Fläche als offene Wiesenlandschaft zu erhalten, während gleichzeitig Platz für etwa 50.000 Bewohner geschaffen würde. Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner unterstützt die Idee und argumentiert, sie verbinde stadtplanerische Entwicklung mit dem Erhalt von Grünflächen.

Insgesamt soll der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus bis 2030 rund 56.000 neue Wohnungen umfassen. Der Großteil davon entsteht durch Neubauten, nicht durch Ankäufe. Bis 2035 könnte die Zahl der von landeseigenen Unternehmen verwalteten Wohnungen weiter auf knapp 465.000 steigen.

Mit dem Wachstum will die Stadt dem Wohnungsmangel in Berlin begegnen. Nach Schätzungen der Behörden könnten die zusätzlichen Wohnungen bis zu 120.000 Menschen in den nächsten zehn Jahren bezahlbaren Wohnraum bieten.

Der Wohnungsbauausbau stützt sich stark auf neue Bauprojekte, darunter auch Standorte wie das Tempelhofer Feld. Falls die Pläne genehmigt werden, würde sich der öffentliche Wohnungsbestand Berlins deutlich vergrößern. Ziel der Stadt ist es, den Druck auf den Mietmarkt zu verringern, ohne dabei vollständig auf Grünflächen zu verzichten.

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