07 May 2026, 04:24

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Masten und Bäumen im Hintergrund.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Berlins Abgeordnetenhaus ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Platzbenennung

Die feierliche Umbenennung eines Platzes vor dem Abgeordnetenhaus findet am Mittwochmorgen statt – nur wenige Tage nach den Maifeierlichkeiten, bei denen Dutzende vorläufig festgenommen wurden, obwohl die Kundgebungen größtenteils friedlich verliefen. Die Abgeordneten werden sich in ihrer kommenden Sitzung auch mit den Demonstrationen befassen.

Die offizielle Zeremonie zur Namensverleihung beginnt um 9:00 Uhr im Plenarsaal. Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird eine Würdigung für Friedländer halten, die seit 2018 Ehrenbürgerin Berlins ist. Im Anschluss an die Feierlichkeiten wird die neue Namensplatte im Außenbereich enthüllt.

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Die Plenarsitzung selbst startet später als üblich, um 11:00 Uhr. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Auswertung der Maikundgebungen und -proteste vom 1. Mai. Zwar verliefen die Veranstaltungen überwiegend friedlich, doch leitete die Polizei rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein. Dazu zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Die Umbenennung des Platzes ist eine offizielle Anerkennung von Margot Friedländers Vermächtnis. Gleichzeitig wird die Debatte im Abgeordnetenhaus die Frage behandeln, wie der Spagat zwischen Versammlungsfreiheit und öffentlicher Sicherheit bei den Maifeiern gelingen kann. Die Ermittlungen zu den Vorwürfen laufen noch.

Quelle