31 May 2026, 02:21

BAföG-Reform droht Verzögerung: Haushaltsstreit bremst Pläne von Ministerin Bär

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform auf der Kippe - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform droht Verzögerung: Haushaltsstreit bremst Pläne von Ministerin Bär

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat Verzögerungen bei der geplanten Reform des deutschen Studentenförderwerks BAföG angedeutet. Die ursprünglich für das Wintersemester 2026/27 vorgesehenen Änderungen stehen nun aufgrund von Haushaltszwängen und fehlender Unterstützung aus der Koalition auf unsicherem Grund. Gleichzeitig kündigte sie neue Maßnahmen an, um das Antragsverfahren zu vereinfachen – darunter ein KI-gestützter Chatbot.

Der Gesetzentwurf zur BAföG-Reform befindet sich derzeit in Abstimmung mit den Bundesländern und zentralen Akteuren. Zwar verlaufen die Gespräche Bär zufolge ohne größere Konflikte, doch räumte sie ein, dass wirtschaftliche Belastungen und konkurrierende Haushaltsprioritäten die Pläne ausbremsen könnten. Die Ministerin betonte, dass Studierende in Deutschland bereits von einem „hochprivilegierten System“ profitierten – mit gebührenfreien Studienplätzen und staatlich finanzierten Hochschulen.

Bär verteidigte zudem die Idee von Nebenjobs für Studierende und argumentierte, dass solche Erfahrungen wertvolle Lebens- und Berufskompetenz vermitteln könnten. Trotz der möglichen Rückschläge bei der BAföG-Reform versprach sie, die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zügig voranzutreiben, um die Probleme mit befristeten Arbeitsverträgen in der Wissenschaft zu lösen.

Um den Zugang zu finanzieller Unterstützung zu erleichtern, wird das Ministerium noch in diesem Jahr einen KI-Chatbot auf dem Portal bafoeg-digital einführen. Das Tool soll anonym und unverbindlich eine erste Einschätzung der BAföG-Berechtigung geben und Nutzerinnen und Nutzer an den bestehenden BAföG-Rechner weiterleiten.

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Während die BAföG-Reform, die eigentlich 2026 in Kraft treten sollte, nun in der Schwebe hängt, könnten die Haushaltsverhandlungen über ihr Schicksal entscheiden. Falls genehmigt, würde der KI-Chatbot Studierenden eine schnellere Möglichkeit bieten, ihre Anspruchsberechtigung zu prüfen. Unterdessen verlagert Bär ihren Fokus auf strengere Regeln für befristete Verträge in der Wissenschaft und die Aufrechterhaltung der Unterstützung für Studierende im bestehenden System.

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