07 April 2026, 08:27

Baden-Württemberg steckt seit 2022 in der Rezession – und die Krise hält an

Balkendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text, der die wirtschaftlichen Auswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Baden-Württemberg steckt seit 2022 in der Rezession – und die Krise hält an

Baden-Württemberg durchlebte 2023 ein weiteres schwieriges Wirtschaftsjahr – das dritte Rückgangsjahr in Folge. Die Wirtschaftsleistung der Region schrumpfte um 0,2 Prozent und landete damit auf dem vorletzten Platz im Ländervergleich. Nur das Saarland schnitt mit einem Minus von 0,9 Prozent noch schlechter ab.

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Besonders hart traf es den Industriesektor: Hier ging die Wertschöpfung real um 2,6 Prozent zurück. Da die Industrie fast ein Drittel der gesamten Bruttowertschöpfung Baden-Württembergs ausmacht, wirkte sich dieser Rückgang besonders spürbar aus. Auch die Bauwirtschaft litt unter der Entwicklung und verbuchte im Vergleich zu 2022 ein Minus.

Ein kleiner Lichtblick war der Dienstleistungssektor, der um 0,4 Prozent wuchs. Doch dieser bescheidene Anstieg reichte nicht aus, um die Schwächen in anderen Bereichen auszugleichen. Insgesamt erbrachte die Wirtschaft Leistungen im Wert von rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung.

Auf Bundesebene verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 1,4 Prozent das stärkste Wachstum. Baden-Württemberg blieb hingegen hinter dem bundesweiten Durchschnitt von 0,2 Prozent zurück. Die Region steckt seit 2022 in der Rezession.

Eine schrumpfende Wirtschaft führt oft zu Arbeitsplatzverlusten, sinkenden verfügbaren Einkommen und geringeren Steuereinnahmen. Für Baden-Württemberg wirft der anhaltende Abschwung die Frage auf, ob mit steigender Arbeitslosigkeit und Unternehmenspleiten zu rechnen ist. Von einer baldigen Entspannung der wirtschaftlichen Lage ist bisher nichts zu erkennen.

Quelle