Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktien-Pflicht für alle
Gabriel HethurAtomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktien-Pflicht für alle
Anja Mikus, die Chefin des staatlichen deutschen Atomfonds Kenfo, drängt auf weitreichende Rentenreformen. Sie fordert mehr Investitionen in Aktien und ein aktienbasiertes System für alle Versicherten, um die langfristige finanzielle Absicherung der Bevölkerung zu stärken.
Mikus leitet Kenfo seit 2017. Der vom Staat unterstützte Fonds verwaltet rund 26,5 Milliarden Euro, um die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 zu finanzieren.
Ihrer Meinung nach könnte eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte mehr Menschen zugutekommen. Ihr Plan sieht ein verpflichtendes, aktiengebundenes Rentensystem vor – selbst für Geringverdiener. Als Vorbild nennt Mikus den schwedischen Staatsfonds AP7, der ein solches Modell bereits erfolgreich umsetzt.
Laut Mikus wird die öffentliche Unterstützung für ein solches System wachsen, sobald dessen Vorteile deutlich werden. Ziel ist es, ein nachhaltiges Modell zu schaffen, das die Renten für kommende Generationen sichert.
Die geplanten Reformen würden ein aktiengestütztes Rentensystem für alle Versicherten einführen. Mikus ist überzeugt, dass diese Veränderung die finanzielle Stabilität langfristig verbessern wird. Falls umgesetzt, könnte das System die Altersvorsorge in Deutschland grundlegend neu gestalten.






