31 May 2026, 00:22

Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht

Riesige Firma darf Deutschlands größte Molkerei übernehmen

Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht

Die Europäische Kommission hat die Übernahme der DMK durch Arla genehmigt und schafft damit die größte Molkereigenossenschaft Europas. Mit der Entscheidung endet der Wettbewerb der beiden Unternehmen um Milchlieferungen in Norddeutschland.

Die Fusion stößt bei Landwirtsverbänden auf geteilte Reaktionen: Einige begrüßen den Deal, andere kritisieren die Auswirkungen auf die Marktvielfalt. Arla, das bereits über 7.000 Mitgliedsbetriebe in ganz Europa zählt, wird nun die rund 4.000 deutschen DMK-Mitglieder integrieren. Die vereinigte Genossenschaft wird zum größten Milchverarbeiter des Kontinents und bündelt so die Milchsammlung und -verarbeitung.

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Der Deutsche Bauernverband bezeichnete die Fusion als „grundsätzlich positiv“ und verwies auf mögliche Vorteile für die Erzeuger. Arlas starke Exportnetzwerke könnten deutschen Milchbauern neue Absatzchancen eröffnen. Zudem garantiert die Genossenschaft einen einheitlichen Milchpreis in allen Märkten und verhindert so Druck auf die Auszahlungen.

Doch nicht alle Verbände unterstützen den Deal. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft verurteilte die Genehmigung der Kommission und argumentierte, sie verringere den Wettbewerb. Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter äußerte Bedenken und wies auf weniger Alternativen bei der Milchverarbeitung hin. Dennoch kamen die Aufsichtsbehörden zu dem Schluss, dass der Handel weiterhin genug Lieferanten für Handelsmarken-Milchprodukte habe.

Nach der Fusion werden Arla und DMK nicht mehr um die Milch der Landwirte in Norddeutschland konkurrieren. Die Kommission sah keine Gefährdung des Wettbewerbs und ebnete damit den Weg für die Übernahme. Die Fusion wird die deutsche Milchbranche neu ordnen, indem sie eine dominierende Genossenschaft schafft. Landwirte erhalten Zugang zu Arlas Exportkanälen, doch Kritiker warnen vor weniger Verarbeitungsoptionen.

Für den Handel wird erwartet, dass weiterhin ausreichend Lieferanten für Eigenmarken-Milchprodukte zur Verfügung stehen. Die langfristigen Auswirkungen auf die Milchpreise und die Marktdynamik werden sich in den kommenden Monaten zeigen.

Quelle