ARD und ZDF starten radikale TV-Reform: Drei Sender werden 2027 abgeschaltet
Gabriel HethurDrei Sender werden bis zum Ende des Jahres eingestellt - ARD und ZDF starten radikale TV-Reform: Drei Sender werden 2027 abgeschaltet
ARD und ZDF bündeln mehrere Fernsehprogramme in der ZDF Mediathek im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung
Die Änderungen erfolgen auf Basis des reformierten Rundfunkstaatsvertrags und treten am 1. Januar 2027 in Kraft. Drei bestehende Sender – ARD alpha, tagesschau24 und ONE – werden bis Ende 2026 eingestellt, ihre Inhalte sollen in neue, gemeinsam geführte Marken in der ZDF Mediathek überführt werden.
Die Abschaltung von ARD alpha, tagesschau24 und ONE bedarf noch der endgültigen Zustimmung durch die Gremien. Nach Bestätigung werden die Programme ihre Ausstrahlung zum 31. Dezember 2026 einstellen. An ihre Stelle treten drei neu konzipierte, gemeinschaftlich produzierte Sender: der von ARD und WDR geführte Nachrichtensender phoenix, das auf junge Erwachsene ausgerichtete neo unter der Federführung des ZDF sowie der Dokumentationskanal info, der von beiden Anstalten gemeinsam betrieben wird.
Gemeinsame Arbeitsgruppen finalisieren derzeit die Programmpläne, Abstimmungsprozesse und Arbeitsabläufe für den Start im Jahr 2027. Das überarbeitete Angebot behält zudem arte, 3sat, KiKA, funk sowie die bestehenden Sportkooperationen in der ZDF Mediathek bei.
ARD-Vorsitzender Florian Hager und ZDF-Intendant Norbert Himmler betonten, die Neuordnung folge einer "Digital-First"-Strategie. Die genauen Auswirkungen auf die Belegschaft sind noch unklar, doch Mitarbeiter der eingestellten Sender könnten in andere Bereiche versetzt, abgebaut oder in die fortgeführten Programme in der ZDF Mediathek integriert werden.
Mit der Zusammenlegung werden ARD und ZDF ihre Angebote ab Januar 2027 unter gemeinsamen Marken in der ZDF Mediathek bündeln. Die drei neuen Sender – phoenix, neo und info – ersetzen die eingestellten Programme, wobei die Steuerung zwischen ARD und ZDF aufgeteilt wird. Die endgültige Entscheidung über die Schließungen und personellen Anpassungen liegt bei den Rundfunkgremien.






