Apotheker kämpft um Freispruch nach Millionen-Betrug mit Krankenkassen
Gabriel HethurApotheker kämpft um Freispruch nach Millionen-Betrug mit Krankenkassen
640.000 Euro: Apotheker fordert Freispruch
Anriss Vor dem Landgericht Leipzig (LG) kämpft heute ein Apotheker gegen seine Verurteilung. Im vergangenen Jahr hatte er eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe wegen Bilanzfälschung erhalten.
23. November 2025, 23:53 Uhr MESZ
Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Kriminalität und Justiz
Ein Apotheker legt Berufung gegen seine Verurteilung wegen Betrugs ein, nachdem er vom Landgericht Leipzig in 56 Fällen schuldig gesprochen wurde. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Abrechnung von Medikamenten bei Krankenkassen, die unter falschen Angaben an einen Arzt geliefert worden waren. Dem Angeklagten drohen nun eine Bewährungsstrafe sowie eine empfindliche Geldbuße.
Der Apotheker war verurteilt worden, weil er einem Arzt Medikamente ausgeliefert hatte, für die dieser im Nachhinein Rezepte ausstellte. Mit diesen wurden dann fälschlicherweise Abrechnungen bei den Krankenkassen eingereicht. Das Vorgehen verstieß gegen das deutsche Apothekengesetz (ApoG).
Sollte die Berufung des Apothekers scheitern, bleiben die Bewährungsstrafe und die Vermögensabschöpfung bestehen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Betrug im Gesundheitswesen in Deutschland zu bekämpfen.
