05 June 2026, 13:06

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Führungskultur vorgeworfen

Anonymes Schreiben am Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Führungskultur vorgeworfen

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt: Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe umfassen Angst, Misstrauen und psychische Belastungen unter den Mitarbeitenden. Trotz der Turbulenzen laufen die Vorbereitungen für die anstehenden Produktionen jedoch wie gewohnt weiter.

Der unlängst aufgetauchte, namenlose Brief wirft schwerwiegende Fragen zur Führungskultur unter Stolz auf. Er behauptet, 25 festangestellte Beschäftigte zu vertreten, bleibt aber ohne Unterschriften – was Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen lässt. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Annahme zurück, dass das Schreiben die Meinung des gesamten Teams widerspiegle, und betonte, dass sich bisher niemand öffentlich dazu bekannt habe.

Eidinger merkte zudem an, dass solche anonymen Briefe an anderen Theatern mittlerweile fast schon zur Routine gehörten. Unterdessen stellte sich der Theaterkuratoriums-Vorsitzende Maurice Schönleben (SPD) hinter Stolz und lobte die Fortschritte der Institution seit ihrem Amtsantritt im November 2023. Die Veränderungen nannte er „beachtlich“ und bekräftigte, dass sie die richtige Führungspersönlichkeit für die anhaltende Transformation des Hauses sei.

Unter Stolz’ Leitung verzeichnet die Spielzeit 2024/2025 bereits über 100.000 Besucher:innen und 95.000 verkaufte Tickets. Eidinger hob zudem ihre Bemühungen hervor, die Verbindung des Theaters zur Stadt zu stärken, die Zugänglichkeit zu verbessern und einen offenen Dialog zu fördern. Trotz der Kontroverse bleiben viele Mitarbeitende auf ihre Arbeit fokussiert – eine Premiere steht bevor, und ein motiviertes Team treibt die Projekte voran.

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Die Theaterführung steht zwar in der Kritik, doch der Spielbetrieb kommt nicht zum Erliegen. Die Meinungen unter den Beschäftigten scheinen gespalten: Während einige verunsichert sind, bleiben andere ihren Aufgaben verbunden. Die Lage bleibt ungeklärt, während das Haus seine geplanten Produktionen weiterverfolgt.

Quelle