17 June 2026, 16:57

Algen statt Baumwolle: Wie ein Startup die Textilindustrie revolutionieren will

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Kleidung aus Algen in der Zukunft?

Algen statt Baumwolle: Wie ein Startup die Textilindustrie revolutionieren will

Ein neues Projekt setzt auf Grünalgen, um die Umweltprobleme der Textilindustrie zu lösen. Unter der Leitung von Leon Blanckart entwickelt Algacore eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Fasern. Die Initiative hat beträchtliche Fördergelder erhalten, um ihre Forschung in den kommenden 18 Monaten voranzutreiben.

Das Algacore-Projekt konzentriert sich darauf, Süßwasseralgen als Rohstoff für Textilien nutzbar zu machen. Dieser Ansatz soll Baumwolle ersetzen, deren Anbau große Mengen an Wasser, Fläche und Pestiziden erfordert, sowie synthetische Fasern, die aus nicht erneuerbaren Quellen stammen. Diese konventionellen Materialien tragen häufig zur Umweltverschmutzung bei – etwa durch die Freisetzung von Mikroplastik.

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Unterstützt wird das Vorhaben von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten und dem HNX Startup Team. Über das EXIST-Forschungstransfer-Programm fließen rund 968.000 Euro in das Projekt, um die Forschung auszubauen und die Gründung eines Start-ups vorzubereiten. Ziel ist es, nachzuweisen, dass sich erneuerbare, algenbasierte Materialien sowohl umweltfreundlich als auch industriell einsetzbar herstellen lassen.

Das EXIST-Forschungstransfer-Programm fördert vielversprechende, technologiegetriebene Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Algacore passt perfekt zu dieser Ausrichtung, da es eine mögliche Lösung für die wachsende Nachfrage nach natürlichen, nachhaltigen Fasern in der Textilbranche bietet.

Mit den 968.000 Euro Fördergeld wird Algacore in den nächsten 18 Monaten die Technologie für algenbasierte Fasern verfeinern. Das Projekt strebt an, eine tragfähige, umweltbewusste Alternative zu herkömmlichen Textilmaterialien zu etablieren – ein wichtiger Schritt, um den ökologischen Fußabdruck der Branche zu verringern.

Quelle

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