Alabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab und setzt auf syrische Expertise
Sibilla HartungAlabali-Radovan lehnt Abschiebedebatten ab und setzt auf syrische Expertise
Bundesentwicklungsministerin Semeia Reem Alabali-Radovan hat sich gegen Debatten über die Abschiebung von Syrern ausgesprochen. Sie warnte, dass solche Diskussionen unnötige Verunsicherung bei den Menschen schüren, die bereits in Deutschland leben. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.
Bei dem Treffen betonten syrische Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre anhaltenden Bemühungen um Wiederaufbau und Integration. Viele hoben hervor, dass sie seit Jahren – selbst aus dem Ausland – aktiv zum Wiederaufbau Syriens beitragen.
Alabali-Radovan zeigte sich frustriert über Forderungen nach Zwangsrückführungen. Solche Debatten ignorierten ihrer Ansicht nach die Leistungen, die Syrer bereits erbracht hätten. Stattdessen wolle sie deren Fähigkeiten für die deutschen Programme der Entwicklungszusammenarbeit nutzen.
Der Plan der Ministerin sieht vor, das Know-how der syrischen Diaspora in künftige Projekte einzubinden. Ihre Erfahrungen seien sowohl für Deutschland als auch für den langfristigen Wiederaufbau Syriens wertvoll, so Alabali-Radovan.
Die Veranstaltung unterstrich die Rolle syrischer Geflüchteter in Deutschland bei der Gestaltung der Wiederaufbau-Bemühungen. Der Ansatz der Ministerin setzt auf Zusammenarbeit statt auf Abschiebung. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die bestehenden Beiträge der Syrer in strukturierte Entwicklungsförderung umzuwandeln.






