AfD-Politiker verwechselt christliche Taufe mit islamischem Fest in Leipzig
Gesa EigenwilligAfD-Politiker verwechselt christliche Taufe mit islamischem Fest in Leipzig
Fotos einer religiösen Feier in der St.-Stephans-Kirche in Leipzig sorgten für Aufsehen, nachdem ein AfD-Politiker behauptet hatte, sie zeigten eine islamische Veranstaltung. Die am 2. Mai 2026 geteilten Aufnahmen stellten tatsächlich eine christliche Taufe dar, die von einer eritreischen Gemeinde abgehalten wurde.
Die Verwirrung entstand durch die traditionelle Kleidung der Teilnehmer, die manche fälschlich für muslimische Tracht hielten. Lukas Rehm, Bundestagsabgeordneter der AfD, veröffentlichte die Fotos online mit der Behauptung, es seien islamische Hüpfburgen zwischen christlichen Gräbern aufgestellt worden. Die Kirche stellte später klar, dass es sich um eine Tauffeier handelte, organisiert von einer eritreischen christlichen Gruppe, die regelmäßig die Räumlichkeiten der Kirche nutzt.
Die auf den Bildern sichtbaren Grabsteine waren rein dekorativ und keine tatsächlichen Grabstätten. Laut Kirchenvertretern wurde das Gelände nie für Bestattungen genutzt.
Nicht zum ersten Mal wurden eritreisch-christliche Zeremonien fälschlich als islamische Veranstaltungen eingestuft. Die traditionellen weißen Gewänder und Kopftücher, die bei Taufen getragen werden, führen oft zu der Annahme, es handele sich um muslimische Feste.
Die St.-Stephans-Kirche bestätigte, dass es sich um eine christliche Taufe und nicht um eine islamische Versammlung handelte. Das Missverständnis zeigt, wie kulturelle Unterschiede in religiösen Bräuchen zu falschen Schlüssen führen können. Die Kirche setzt sich weiterhin für die regelmäßigen Gottesdienste und Feiern der eritreischen christlichen Gemeinden ein.






