Abschied am Gorki-Theater: Shermin Langhoffs Ära endet mit postmigrantischem Vermächtnis
Sibilla HartungAbschied am Gorki-Theater: Shermin Langhoffs Ära endet mit postmigrantischem Vermächtnis
Am Maxim-Gorki-Theater hat der Abschiedsabend zur künstlerischen Neuausrichtung begonnen. Die Veranstaltung markiert das Ende von Shermin Langhoffs Amtszeit als Intendantin und feiert zugleich das Erbe des postmigrantischen Theaters in Deutschland.
Via Jikeli eröffnete die Revue mit einer Darstellung von Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Die Wahl des Stücks gab den Ton für einen Abend an, der sowohl Rückblick als auch Ausblick auf die Vergangenheit und Zukunft des Theaters warf.
Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, verzichtete auf eine lange Rede. Stattdessen richtete sie einige Dankesworte an diejenigen, die ihre Arbeit unterstützt hatten. Anschließend betrat Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, die Bühne, um eine Rede zu ihren Ehren zu halten.
Die zentrale Botschaft des Abends war deutlich: Das postmigrantische Theater hat seinen Platz im kulturellen Kanon verdient. Der Satz Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki! fasste den Geist des Übergangs und der Erneuerung zusammen.
Die Veranstaltung unterstrich den Einfluss von Langhoffs Führung auf das Gorki-Theater und läutete gleichzeitig eine neue Phase für die Institution ein. Die Etablierung des postmigrantischen Theaters bleibt einer ihrer nachhaltigsten Beiträge.






